Mode ist ein Termingeschäft: Ein Saison-Drop, der zwei Tage zu spät im Store hängt, verliert Abverkaufstage in der wertvollsten Phase. EU Sped organisiert deshalb Direktfahrten, die rückwärts vom Verkaufsstart geplant werden – ein Fahrzeug, eine Sendung, keine Umschläge, bei denen Bügelware knittert oder Kartons beschädigt werden.
Hängeware oder Kartonware – zwei Welten, ein Direkttransport
Bekleidung am Bügel (Garment on Hanger, GOH) braucht Fahrzeuge mit Hängestangen oder stabil gesicherte Kleiderroller; die Ware kommt bügelfertig und ohne Aufbereitungsaufwand im Store oder Lager an. Kartonware wiederum ist druckempfindlicher als sie aussieht: Stapelhöhen, Kantenschutz und trockene Fahrzeuge entscheiden darüber, ob Verkaufsverpackungen regalfertig bleiben. Beide Profile fahren bei uns als Direktfahrt – auf Wunsch auch gemischt in einem Fahrzeug.
Saisonkalender und typische Zeitfenster
Die Branche taktet in wiederkehrenden Spitzen:
- Januar/Februar und Juli/August: Order-Runden und Musterversand an Showrooms und Agenturen,
- Februar–April und August–Oktober: Auslieferung der Saisonware an Filialen und Läger,
- Sale- und Aktionsphasen: kurzfristige Umlagerungen zwischen Stores und Outlets,
- Fashion Weeks und Events: terminkritische Fahrten für Shows, Pop-ups und Presse-Termine.
In diesen Fenstern sichern Rahmenvereinbarungen feste Kapazität; einzelne Eilsendungen decken wir über die 24/7-Disposition ab – etwa als Express-Transport über Nacht.
Handling: knitterfrei, sauber, diebstahlbewusst
Markenware ist begehrt – auch bei Dritten. Direktfahrten reduzieren das Risiko strukturell, weil die Ware zwischen Abholung und Zustellung das Fahrzeug nicht verlässt: keine Umschlagshallen, keine wechselnden Zuständigkeiten. Ergänzend arbeiten wir mit geschlossenen, verplombbaren Fahrzeugen, dokumentierter Übergabe und durchgehender Erreichbarkeit des Fahrers über die Disposition. Für empfindliche Oberflächen empfehlen sich Polybeutel bzw. Überzüge bei GOH und doppelwellige Kartons bei gefalteter Ware.
Retouren und Umlagerungen mitdenken
Fashion-Logistik ist keine Einbahnstraße: Saisonende, Filialschließungen oder Kollektionswechsel erzeugen Rückläufe in Lager und Outlet. Wir kombinieren auf Wunsch Zustellung und Retourenabholung in einer Tour – das spart Leerkilometer und senkt die Kosten pro Sendung. Auch gemischte Handelsware ohne Modebezug übernehmen wir, siehe Ware versenden.
So läuft Ihr Fashion-Transport ab
Der Ablauf ist bewusst schlank gehalten: Sie senden uns Abholort, Zielort, Zeitfenster und die Eckdaten der Sendung – Palettenzahl oder GOH-Umfang, Gewicht, gewünschtes Equipment. Wir kalkulieren daraus in kurzer Zeit ein Festpreis-Angebot; nach Freigabe disponiert die Verkehrsleitung das passende Fahrzeug aus dem geprüften Frachtführer-Netzwerk. Bei Abholung gleicht der Fahrer die Colli gegen den Lieferschein ab, während der Fahrt sind Sendungsstatus und Ankunftsprognose über die Disposition abrufbar, und die Zustellung wird mit unterschriebenem Ablieferbeleg quittiert. Wichtig zu wissen: EU Sped arbeitet strikt im B2B-Geschäft – wir bedienen Marken, Händler, Konfektionäre und Agenturen, keine Privatkunden. Für wiederkehrende Saisonverkehre hinterlegen wir Ihre Standardanforderungen einmal und disponieren Folgeaufträge dann auf Zuruf.
Festpreis und EU-Binnenmarkt
Innerhalb der EU fallen keine Zollformalitäten an – Kollektionen aus Portugal, Italien oder Polen fahren ohne Grenzstopp durch. Sie erhalten vorab einen Festpreis auf Basis von Volumen, Strecke und Zeitfenster; die Haftung richtet sich nach CMR, höhere Deckung für hochwertige Ware auf Anfrage. Verwandte Branchenlösung: Textilindustrie.