Anders als bei EU-Transporten fällt für die Schweiz an der Grenze eine echte Zollabfertigung an: Das Land gehört weder zur EU noch zum EWR. Über die bilateralen Abkommen und das Freihandelsabkommen EU–Schweiz sind Industrieerzeugnisse mit Präferenzursprung zwar weitgehend zollfrei, die Zollformalitäten selbst bleiben aber verpflichtend. EU Sped organisiert die Relation Deutschland–Schweiz als Direktfahrt ohne Umladung und übernimmt Ausfuhr- und Einfuhrabwicklung aus einer Hand.
Leistungsumfang für Schweiz-Transporte
- Direktfahrt ohne Umladung – vom Sprinter bis zum 40-t-Sattelzug, je nach Sendungsgröße
- Komplette Zollabwicklung – Ausfuhranmeldung in der EU, Einfuhrverzollung in der Schweiz (e-dec/Passar), Verzollung auch beim zugelassenen Empfänger möglich
- Festpreis inklusive LSVA – die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe ist bereits eingerechnet, keine versteckten Zuschläge
- Express- und Fixtermine – auf Wunsch mit fester Anlieferzeit zum Werk- oder Filialfenster
Ablauf: von der Anfrage bis zur Zustellung
Sie übermitteln Abhol- und Lieferort, Gewicht, Maße, Warenwert und Wunschtermin. Wir kalkulieren Route, Fahrzeug, Maut und Zoll und nennen in kurzer Zeit einen verbindlichen Festpreis. Nach Freigabe holen wir die Ware ab, erstellen die Ausfuhranmeldung, führen den Hauptlauf bis zur Grenze (meist Basel/Weil am Rhein) und lassen einführen. Für die reibungslose Abfertigung benötigen wir Handelsrechnung, Packliste und – für die Präferenz – einen Ursprungsnachweis (Erklärung auf der Rechnung ab bestimmten Wertgrenzen).
Zoll und Steuern: das sollten Versender wissen
Bei der Einfuhr erhebt die Schweiz die Mehrwertsteuer von aktuell 8,1 % (Stand 2026) auf den Warenwert zuzüglich Fracht- und Nebenkosten. Zölle fallen für die meisten Industriewaren mit EU-Präferenzursprung nicht an; Agrar- und einzelne Sonderwaren können abweichen. Wir klären die Tarifierung vorab und halten Ausfuhrbegleitdokument sowie Veranlagungsverfügung für Ihre Unterlagen bereit. So bleibt die Sendung nachvollziehbar und die Vorsteuer für den Schweizer Empfänger belegbar.
Fahrverbote und Besonderheiten
In der Schweiz gilt ein generelles Nacht- (22–5 Uhr) und Sonntagsfahrverbot für schwere Nutzfahrzeuge – wir planen die Touren entsprechend, damit der Anliefertermin sicher steht. Für temperaturgeführte oder besonders eilige Sendungen kombinieren wir die Direktfahrt mit Kühltransport oder Zwei-Fahrer-Besatzung.
Typische Schweiz-Verkehre
Die Schweiz ist für den deutschen Mittelstand ein Kernmarkt: Maschinen- und Anlagenbau, Pharma- und Medizintechnik, Uhren- und Präzisionsindustrie, Konsumgüter für den Detailhandel sowie Ersatzteile für die Produktionsversorgung. Für all diese Güter ist die Direktfahrt oft die sicherste Wahl, weil die Ware nur einmal verladen und einmal entladen wird – ohne Umschlag an einem Sammelgut-Terminal, an dem empfindliche oder hochwertige Sendungen Zeit und Handling verlieren. Ob einzelne Palette oder Komplettladung: Wir wählen die passende Fahrzeuggröße und binden die Verzollung nahtlos in den Transport ein, damit Ihr Termin in Zürich, Basel oder Genf steht.