Kunstwerke sind Unikate – ein Transportschaden ist nicht ersetzbar, sondern höchstens regulierbar. Deshalb gilt beim Kunsttransport ein anderes Prinzip als in der übrigen Logistik: so wenig Handling wie möglich, so viel Kontrolle wie nötig. EU Sped setzt Kunst-Transporte konsequent als Direktfahrt um: Das Werk wird einmal verladen, fährt in einem klimatisierten, luftgefederten Kofferfahrzeug und wird erst am Zielort wieder bewegt.
Leistungsumfang
- Exklusive Direktfahrten im klimatisierten Kofferfahrzeug – vom Kunstkurier-Sprinter bis zum Auflieger
- Luftfederung und erschütterungsarme Fahrweise für empfindliche Werke
- Verplombter Laderaum und Sicherungsoptionen wie 2-Fahrer-Besatzung bei hohen Werten
- Koordination von Verpackung: Klimakisten, Softpack, maßgefertigte Transportkisten über Partner
- Zustandsdokumentation bei Übernahme und Abgabe (Fotoprotokoll)
- Termingerechte Anlieferung zu Ausstellungsaufbau, Auktion oder Messe
Ablauf
Grundlage der Planung sind Werkliste, Maße, Gewichte, Verpackungszustand und die klimatischen Vorgaben des Leihgebers oder Konservators. Daraus ergeben sich Fahrzeugtyp, Ladereihenfolge und Route; Sie erhalten vorab einen Festpreis. Bei Abholung wird der Zustand dokumentiert, das Werk gesichert verladen und der Laderaum auf Wunsch verplombt. Innerhalb des EU-Binnenmarkts entfallen Zollformalitäten – für Leihverkehre zwischen EU-Häusern ein erheblicher Planungs- und Risikovorteil, da kein Werk an einer Grenze geöffnet oder abgefertigt werden muss.
Abgrenzung zu Standard- und High-Value-Transport
Vom Standardtransport unterscheidet den Kunsttransport die konservatorische Dimension: Klima, Erschütterung und Handling sind hier Schadensursachen, nicht nur Komfortfragen. Vom reinen High-Value-Transport unterscheidet ihn der Fokus – dort steht Diebstahlschutz im Zentrum, beim Kunsttransport kommen Klimaführung und Objektschutz hinzu; bei hochwertigen Werken kombinieren wir beide Maßnahmenpakete. Branchenspezifische Abläufe für Galerien und Museen beschreibt unsere Seite Logistiklösungen für den Kunsttransport.
Typische Einsatzszenarien
- Leihverkehre zwischen Museen und Ausstellungshäusern in der EU
- Galerie-Logistik zu Kunstmessen mit fixen Aufbau-Slots
- Transporte zu Auktionshäusern, Restauratoren und Depots
- Corporate Collections: Umzug oder Neuhängung von Firmensammlungen
Praxiswissen: Akklimatisierung und Leihvertrag
Zwei Punkte werden in der Planung oft unterschätzt. Erstens die Akklimatisierung: Klimakisten sollten nach der Ankunft idealerweise 24 Stunden geschlossen am Zielort stehen, bevor sie geöffnet werden – so gleicht sich das Innenklima langsam an und Kondensat auf der Werkoberfläche wird vermieden. Das gehört in die Terminplanung, gerade vor Ausstellungseröffnungen. Zweitens der Leihvertrag: Viele Leihgeber schreiben Transportbedingungen fest – vom Klimafenster über die Kistenpflicht bis zur Begleitung durch einen Kurier des Hauses. Wir setzen diese Klauseln um und dokumentieren die Einhaltung, damit das Protokoll im Zweifel belegt, dass der Transport vertragsgemäß lief.
Versicherung offen geregelt
Die gesetzliche Frachtführerhaftung nach CMR ist gewichtsbasiert und wird dem Wert von Kunst regelmäßig nicht gerecht. Deshalb gehört zu jedem Kunsttransport ein offenes Gespräch über den Versicherungswert – auf dieser Basis vermitteln wir auf Anfrage eine dem Werk angemessene höhere Deckung, bevor der Transport startet. Anfragen nehmen wir über die Kontaktseite entgegen.