Irland ist EU-Mitglied – Ihre Sendung bewegt sich damit komplett im EU-Binnenmarkt: keine Ausfuhranmeldung, kein T1-Versandverfahren, keine Verzollung am Zielort. Die Besonderheit liegt in der Geografie: Seit dem Brexit führt die schnelle Landbrücke über Großbritannien durch Drittlandsgebiet und erfordert Transitverfahren. EU Sped plant Irland-Transporte deshalb bevorzugt über die Direktfähren ab Frankreich – zollfrei von Rampe zu Rampe.
Leistungsumfang für Irland-Transporte
- Komplettladungen (FTL) per Planen- oder Kofferauflieger, Direktfahrt ohne Umladung
- Teilladungen ab einer Palette mit fester Laderaumreservierung
- Express-Direktfahrten per Sprinter oder 7,5-Tonner für eilige Industrie- und Pharmagüter
- Temperaturgeführte Transporte, z. B. für Lebensmittel- und Life-Science-Sendungen – siehe Kühltransport
- Abholung deutschland- und EU-weit, Zustellung in ganz Irland inkl. Ladebordwand auf Wunsch
Route und Laufzeit
Ab Berlin führt die Standardroute über Hannover, das Ruhrgebiet und Belgien nach Nordfrankreich (ca. 1.300 km, rund 18 Stunden reine Fahrzeit). Ab Cherbourg oder Dünkirchen setzen Direktfähren nach Dublin bzw. Rosslare über; die Passage dauert je nach Verbindung 18 bis 24 Stunden. In Summe sind Sendungen typischerweise nach 3–4 Werktagen beim Empfänger. Für besonders eilige Güter prüfen wir die UK-Landbrücke: Sie ist schneller, erfordert aber ein Transitverfahren (NCTS/T1) durch Großbritannien – unsere Disposition kalkuliert beide Varianten transparent im Festpreis-Vergleich.
Praxiswissen Irland
Fährkapazitäten sind der kritische Faktor: Rund um Feiertage und in der Hochsaison sollten Stellplätze früh gebucht werden – wir reservieren direkt bei Auftragserteilung. Gefahrgut ist auf den Fähren möglich, unterliegt aber Voranmeldung und teils Mengenbeschränkungen; die eingesetzten Frachtführer arbeiten mit ADR-geschulten Fahrern. Wirtschaftliche Schwerpunkte sind der Großraum Dublin (Pharma, Technologie, Rechenzentren), Cork (Pharma- und Chemiecluster) sowie Limerick und Galway (Medizintechnik). Für Rückladungen aus Irland lohnt die kombinierte Planung von Hin- und Rückleg – das verbessert die Konditionen spürbar.
Branchen und typische Güter
Irland-Verkehre sind stark von Pharma und Medizintechnik geprägt: Der Großraum Dublin und das Cluster um Cork zählen zu den wichtigsten Life-Science-Standorten Europas, entsprechend häufig fahren temperaturgeführte Sendungen mit dokumentierter Kühlkette – GDP-konforme Abläufe organisieren wir über spezialisierte Partner. Daneben transportieren wir Ausrüstung für Rechenzentren, Maschinen- und Anlagenkomponenten sowie Lebensmittel und Getränke in beide Richtungen. Für die Fährpassage gilt: Ladungssicherung und Verpackung müssen Seegang standhalten, also formschlüssig gestaut und gegen Feuchtigkeit geschützt sein – wir prüfen das bei der Übernahme. Ein Sonderfall ist Nordirland: Belfast und Umgebung gehören zum Zollregime des Vereinigten Königreichs mit eigenen Regeln; solche Ziele kalkulieren wir separat mit der passenden Abwicklung.
Festpreis und Abwicklung
Sie senden uns Abhol- und Zielort, Maße, Gewicht und Wunschtermin – wir kalkulieren ein Festpreis-Angebot in kurzer Zeit, inklusive Fähre, Maut und aller Nebenkosten. Nach Ihrer Freigabe übernimmt ein geprüfter Frachtführer aus unserem Partnernetzwerk die Fahrt; Sie erhalten Statusmeldungen bis zum digitalen Ablieferbeleg. Die Haftung richtet sich nach CMR; eine höhere Deckung ist auf Anfrage möglich. Was in Ihre Kalkulation einfließt, erklären wir unter Transportkosten – oder Sie fragen direkt unverbindlich an.