Portugal ist die längste reguläre Landrelation innerhalb des EU-Binnenmarkts ab Deutschland – und genau hier spielt die Direktfahrt ihre Stärken aus: keine Zollformalitäten, kein Umschlag, eine durchgehende Verantwortung über rund 2.900 km. Für termingebundene Sendungen setzen wir Zwei-Fahrer-Besatzungen ein, die die Strecke nahezu non-stop fahren und Lissabon oder Porto in etwa drei Werktagen erreichen; mit einem Fahrer sind es aufgrund der Lenkzeitregeln vier bis fünf.
Leistungsumfang für Portugal-Transporte
- Direktfahrt als Komplettladung oder Teilladung, vom Sprinter bis zum Sattelzug
- Zwei-Fahrer-Besatzung für eilige Termine (ca. 3 Werktage bis Lissabon)
- Maschinen-, Anlagen- und Projektladungen für Industrie und Bau
- Temperaturgeführte Transporte, etwa für Lebensmittel und Pharma-Vorprodukte
- Zustellung landesweit: Großraum Lissabon, Porto/Norte, Zentrum, Algarve
- Festpreis vorab inklusive Maut in vier Ländern – ohne versteckte Zuschläge
Route und Laufzeit
Die Standardroute führt über Frankfurt, Metz, Orléans und Bordeaux zur Grenze Irun, weiter durch Spanien über Burgos und Salamanca und bei Vilar Formoso auf die portugiesische A25 – nach Porto zweigt die Route über die A24/A4 ab, nach Lissabon geht es über Guarda und die A23/A1. Bei der Planung berücksichtigen wir die französischen Sonn- und Feiertagsfahrverbote für LKW über 7,5 t sowie die Lenk- und Ruhezeiten; wie sich Mautsysteme und das EU-Mobility-Package auf lange Relationen auswirken, erklärt unser Ratgeber zu Maut und Mobility Package.
Praxiswissen: Wirtschaftsräume
Der Norden um Porto, Braga und Aveiro ist Portugals Industrieherz – Textil, Schuhe, Automotive-Zulieferung, Formenbau und Elektronik. Um Lissabon und Setúbal konzentrieren sich Handel, Pharma und Automobilfertigung, die Algarve fragt vor allem Hotellerie- und Bauausstattung nach. In Gegenrichtung organisieren wir Beschaffungstransporte nach Deutschland – von Kork und Wein über Textilien bis zu Werkzeugformen – als Direktfahrt oder im Rundlauf, was die Kosten je Richtung senkt.
Direktfahrt oder Teilladung?
Ablauf und Statusverfolgung auf der Langstrecke
Bei 2.900 Kilometern zählt Planung: Nach Ihrer Anfrage mit Maßen, Gewicht und Terminlage kalkulieren wir Solo- und Team-Variante und legen beide Festpreise nebeneinander. Nach Freigabe bestätigt die Disposition das Abholfenster und plant die Etappen inklusive der französischen Wochenendfahrverbote und der Lenkzeiten – so bleibt der zugesagte Zustelltermin realistisch statt optimistisch. Während der Fahrt erhalten Sie Statusmeldungen an den Etappenpunkten, etwa Grenze Irun und Salamanca, sowie eine belastbare Ankunftsprognose am Vortag der Zustellung. Nach der Entladung geht Ihnen der quittierte CMR-Frachtbrief digital zu. Bei Maschinen- und Anlagenteilen stimmen wir Ladungssicherung und Entladetechnik (Kran, Stapler, Hebebühne) vorab mit dem Empfänger ab – auf der Iberischen Halbinsel erspart das teure Standzeiten.
Für komplette Fahrzeuge ist die Direktfahrt gesetzt. Bei kleineren Mengen lohnt der Vergleich: Eine exklusive Sprinter-Direktfahrt ist am schnellsten, eine Teilladung im Linienverkehr wirtschaftlicher, aber ein bis zwei Tage langsamer. Senden Sie uns Maße, Gewicht und Termin – Sie erhalten in kurzer Zeit ein Festpreis-Angebot für beide Varianten.