Seit dem Brexit ist das Vereinigte Königreich Drittland: Jeder Transport braucht eine EU-Ausfuhranmeldung, eine britische Einfuhranmeldung und die Registrierung der Kanalquerung im britischen GVMS-System. Die gute Nachricht: Mit einem Ursprungsnachweis nach dem Handelsabkommen (TCA) bleiben Waren mit EU-Ursprung zollfrei – und mit sauber vorbereiteten Papieren bleibt die Direktfahrt planbar. EU Sped organisiert beides: die Fahrt ohne Umladung und die komplette Zolldokumentation.
Leistungsumfang für UK-Transporte
- Direktfahrt ohne Umladung – vom Transporter bis zum Sattelzug
- Zollservice: Ausfuhranmeldung, GB-Einfuhranmeldung, GVMS/GMR-Anmeldung, Ursprungsnachweise
- Eurotunnel- oder Fährbuchung (Calais–Dover, alternativ Hoek van Holland–Harwich)
- Zwei-Fahrer-Besatzung für verkürzte Laufzeiten
- Import-Verkehre UK → EU inklusive Einfuhrabfertigung in Deutschland
- Vorab kalkulierter Festpreis für die vereinbarte Relation
Route, Kanalquerung und Laufzeit
Ab Berlin führt die Route über Hannover, das Ruhrgebiet und Antwerpen nach Calais – rund 1.000 km bis zur Küste, etwa 14 Stunden reine Fahrzeit bis London. Die Querung erfolgt per Eurotunnel-Shuttle (ca. 35 Minuten) oder Fähre nach Dover (ca. 1,5 Stunden); entscheidend ist weniger die Überfahrt als die Boarding- und Zollprozesse davor. Ohne gültige GMR-Referenz kommt kein LKW auf Zug oder Fähre – deshalb erstellen wir alle Anmeldungen, bevor das Fahrzeug die Küste erreicht. Für Nordengland und Schottland planen wir je nach Ladestelle auch die Nordsee-Fährrouten.
Zoll nach dem Brexit: was Versender brauchen
Sie benötigen eine EU-EORI-Nummer, Ihr Empfänger eine GB-EORI. Auf Basis von Handelsrechnung und Packliste erstellen wir Ausfuhr- und Einfuhranmeldung; mit der Ursprungserklärung nach TCA entfallen Zölle für Waren mit EU-Präferenzursprung. Für Lebensmittel und Produkte tierischen oder pflanzlichen Ursprungs gelten zusätzliche SPS-Anforderungen nach dem britischen Grenzmodell – das prüfen wir vor Buchung. Grundlagen erklärt unser Ratgeber zur Zollabwicklung.
Typische Sendungen
Häufig fahren wir Maschinen und Ersatzteile, Automotive-Komponenten, Messegut für Londoner und Birminghamer Messen, Ladenbau- und Eventmaterial sowie palettierte Handelsware. Zeitkritische Sendungen realisieren wir als Express-Direktfahrt mit Team-Besatzung und vorab erledigter Zollanmeldung.
Was Sie als Versender vorbereiten können
Die Laufzeit nach dem Brexit entscheidet sich vor allem an der Datenqualität: Halten Sie Zolltarifnummern (HS-Codes), Warenwerte, Gewichte und Ursprungsangaben je Position bereit, klären Sie früh, ob Ihr Empfänger eine GB-EORI besitzt, und legen Sie die Incoterms-Klausel fest – üblich ist DAP, bei DDP übernehmen Sie zusätzlich die britische Einfuhr. Wiederkehrende Sendungen beschleunigen wir mit hinterlegten Stammdaten, sodass nur noch die sendungsbezogenen Werte ergänzt werden. Fehlende Angaben sind der häufigste Grund für Standzeiten in Calais – wir prüfen Ihre Unterlagen deshalb direkt bei Auftragseingang.
Festpreis und Haftung
Sie erhalten vor Auftragserteilung einen verbindlichen Festpreis inklusive Kanalquerung und Zollservice-Pauschalen; etwaige britische Einfuhrabgaben trägt der Importeur. Die Haftung richtet sich nach CMR, höhere Deckung auf Anfrage – Angebote ausschließlich für Geschäftskunden über unsere 24/7-Disposition.