Die Eisenbahnindustrie arbeitet in Fenstern, die sich nicht verschieben lassen: Sperrpausen für Gleisbaustellen werden Monate im Voraus beim Netzbetreiber angemeldet, Instandhaltungsstände in Werken sind eng getaktet, und ein Fahrzeug, das auf ein Ersatzteil wartet, blockiert wertvolle Werkstattkapazität. EU Sped organisiert Direktfahrten, die exakt auf diese Fenster geplant sind – vom Komponentenwerk zum Ausbesserungswerk, Depot oder direkt an die Gleisbaustelle, EU-weit und ohne Zollformalitäten im Binnenmarkt.
Typische Güter und ihr Handling
- Radsätze: fahren auf speziellen Transportgestellen; Laufflächen und Radsatzlager sind empfindlich – niemals ungeschützt rollen oder auf der Lauffläche absetzen
- Drehgestelle: 5–10 Tonnen je Stück, Kranverladung an definierten Anschlagpunkten, teils Überbreite
- Schienen und Weichenkomponenten: Langgut bis 18 m und mehr – ab Überschreitung der Regelmaße genehmigungspflichtig, organisiert über spezialisierte Partner als Sondertransport
- Signal- und Leittechnik: stoßempfindliche Elektronik, ESD-gerecht verpackt, im Kofferfahrzeug
Anlieferung ins Sperrpausen-Fenster
Gleisbaustellen arbeiten fast immer nachts oder am Wochenende, wenn der Betrieb ruht – das Material muss unmittelbar vor Beginn der Sperrpause am Umschlagpunkt liegen. Unsere Disposition plant die Tour rückwärts vom Fenster, hält Kontakt zum Baustellenkoordinator und disponiert bei Bedarf Fahrzeuge mit Ladekran für Entladepunkte ohne Infrastruktur. Verpasste Sperrpausen sind nicht nachholbar – entsprechend konservativ kalkulieren wir Puffer und Lenkzeiten, bei kritischen Fenstern mit Zwei-Fahrer-Besatzung.
Werkstatt- und Ersatzteillogistik
Zwischen Komponentenherstellern, Aufarbeitungsbetrieben und Ausbesserungswerken pendeln Radsätze, Bremskomponenten und Getriebe in beiden Richtungen – oft als planbare Serienverkehre, die wir als feste Touren takten. Steht ein Triebzug wegen eines fehlenden Teils, fährt eine Express-Direktfahrt das Teil als Einzelsendung ins Depot – auch nachts, über die 24/7-Disposition.
Projektgeschäft EU-weit
Fahrzeugbauer und Bahntechnik-Zulieferer fertigen verteilt über Europa; Komponenten pendeln zwischen Werken in Deutschland, Tschechien, Polen, Österreich und Frankreich. Im EU-Binnenmarkt entfallen Zollformalitäten – die Laufzeit hängt nur von Strecke und Lenkzeiten ab und bleibt damit exakt planbar.
Ablauf und Festpreis
Sie nennen Komponente, Gewicht und Maße, Transportgestelle, Verlademittel an beiden Enden sowie das Zeitfenster. Sie erhalten ein verbindliches Festpreis-Angebot; die Haftung richtet sich nach CMR, höhere Deckung auf Anfrage. EU Sped arbeitet ausschließlich B2B – für Fahrzeugbauer, Zulieferer, Instandhalter, EVU und Gleisbauunternehmen. Jetzt Angebot anfordern.