Ein Flugzeug, das am Boden steht, verbrennt Geld – Ausfallkosten pro Tag liegen schnell im sechsstelligen Bereich. Deshalb gilt in der Luftfahrtlogistik ein einfaches Prinzip: Das Ersatzteil fährt sofort, direkt und ohne Umweg. EU Sped disponiert AOG- und MRO-Transporte rund um die Uhr als Direktfahrt aus dem geprüften Frachtführer-Netzwerk – vom Ersatzteillager zum Hangar, zwischen Werken oder vom Zulieferer zur Endmontagelinie.
AOG-Express: wenn jede Stunde zählt
Beim AOG-Fall zählt die Kette Freigabe → Abholung → Non-Stop-Fahrt: Das nächstgelegene passende Fahrzeug übernimmt die Sendung häufig binnen weniger Stunden; auf langen Strecken fährt eine Zwei-Fahrer-Besatzung ohne Lenkzeitpause durch. Die Disposition hält Sie mit Statusmeldungen auf dem Laufenden, der Fahrer bleibt durchgehend erreichbar. Für planbare Eilfälle unterhalb der AOG-Schwelle bietet sich die Notfalllogistik an.
Typische Güter und ihr Handling
- Avionik und LRUs: stoßempfindlich, ESD-verpackt, oft klein aber extrem werthaltig – geschlossene Fahrzeuge, dokumentierte Übergaben.
- Triebwerkskomponenten: fahren auf Herstellergestellen, luftgefedert und mit klaren Anschlagpunkten.
- Struktur- und Fahrwerksbauteile: Sperrgut mit Sondermaßen, das vorab sauber vermessen wird.
- Kabinenausstattung: kratz- und druckempfindliche Oberflächen, die formschlüssig und trocken gestaut werden.
Dokumentation und Zugang zu Luftfahrt-Standorten
In der Luftfahrt zählt Rückverfolgbarkeit: Lieferpapiere, Bauteil-Begleitdokumente und Übergabeprotokolle müssen zur Sendung passen und vollständig beim Empfänger ankommen. Flughafen-Warenannahmen und MRO-Betriebe haben zudem eigene Zugangs- und Avisierungsregeln – wir klären Anmeldung, Torzeiten und Ansprechpartner vor der Fahrt, damit das Fahrzeug nicht an der Schranke wartet.
Getaktete Serienlogistik zwischen Werken
Neben dem Eilfall bewegt die Branche planbare Volumen: Zulieferteile zur Endmontage, Bauteile zwischen europäischen Werksstandorten, Rückführungen von Reparaturteilen. Solche Relationen fahren wir als wiederkehrende Direktfahrten mit fester Kapazität – Express-Direktfahrt im Takt Ihrer Produktion. Muss ein Teil interkontinental weiter, organisieren wir den Vor- und Nachlauf zur Luftfracht.
Ablauf einer AOG-Anfrage in vier Schritten
Damit im Ernstfall keine Zeit verloren geht, ist der Prozess standardisiert. Erstens: Sie melden Teiledaten, Abholort, Zielort und den spätesten Ankunftszeitpunkt – telefonisch oder per Mail, rund um die Uhr. Zweitens: Die Disposition prüft verfügbare Fahrzeuge im Umkreis der Ladestelle und bestätigt Festpreis samt realistischer Ankunftsprognose, gerechnet mit Lenkzeiten und aktueller Verkehrslage. Drittens: Das Fahrzeug übernimmt die Sendung, fährt non-stop – bei Bedarf mit Doppelbesatzung – und die Disposition sendet Statusmeldungen an Ihre Einsatzsteuerung. Viertens: Die Übergabe an MRO oder Flughafen-Warenannahme wird mit Ablieferbeleg, Uhrzeit und Namen des Annehmenden dokumentiert. Dieses Muster funktioniert identisch für geplante Wartungsereignisse – nur mit mehr Vorlauf und entsprechend günstigerer Fahrzeugwahl.
Festpreis und EU-Binnenmarkt
Zwischen EU-Standorten – etwa Hamburg, Toulouse oder Sevilla-nahen Zulieferregionen – entfallen Zollformalitäten komplett; das Teil fährt ohne Grenzstopp durch. Sie erhalten vorab einen Festpreis, auch nachts und am Wochenende. Die Haftung richtet sich nach CMR, höhere Deckung für werthaltige Komponenten auf Anfrage.