ADR-pflichtige Güter stellen besondere Anforderungen an Fahrzeug, Fahrer und Dokumentation. EU Sped plant Ihren Gefahrguttransport als Direktfahrt von Rampe zu Rampe: Das Fahrzeug wird exklusiv für Ihre Sendung eingesetzt, es gibt keinen Umschlag und keine Zusammenladung mit fremder Ware – damit entfallen die häufigsten Fehlerquellen im Gefahrgutversand. Innerhalb des EU-Binnenmarkts kommen keine Zollformalitäten hinzu.
Leistungsumfang
- Direktfahrten für ADR-Klassen 2, 3, 4.1–4.3, 5.1, 5.2, 6.1, 8 und 9 (Klassen 1 und 7 nach Einzelprüfung)
- Fahrzeuge vom Sprinter bis zum Sattelzug, mit ADR-Ausrüstung und orangefarbener Warntafel
- Fahrer mit gültiger ADR-Schulungsbescheinigung der eingesetzten Frachtführer
- Prüfung von Beförderungspapier, Verpackungscodes und Bezettelung vor Abfahrt
- Berücksichtigung von Tunnelbeschränkungen (Kategorien A–E) bei der Routenplanung
- Beratung zu Freistellungen: begrenzte Mengen (LQ) und 1000-Punkte-Regel
Ablauf eines ADR-Transports
Sie nennen uns UN-Nummer, Klasse, Verpackungsgruppe und Mengen – auf dieser Basis prüfen wir Fahrzeug- und Routeneignung und kalkulieren einen Festpreis. Nach Beauftragung disponieren wir einen geeigneten Frachtführer, die Abholung ist je nach Region oft noch am selben Tag möglich. Während der Fahrt bleibt die Sendung auf demselben Fahrzeug; die Zustellung erfolgt direkt beim Empfänger.
Was Sie als Versender beitragen
Die Verantwortung für Klassifizierung, UN-geprüfte Verpackung, Kennzeichnung der Versandstücke und ein vollständiges Beförderungspapier liegt rechtlich beim Absender. Wir gleichen Ihre Angaben vor Abfahrt ab und weisen auf offensichtliche Lücken hin – das ersetzt jedoch keinen Gefahrgutbeauftragten in Ihrem Unternehmen, wenn Sie regelmäßig gefährliche Güter versenden.
Abgrenzung: wann ADR-Direktfahrt, wann Sammelgut?
Im Sammelgutnetz gelten Zusammenladeverbote, viele Netze schließen einzelne Klassen ganz aus, und jeder Umschlag erhöht das Risiko von Beschädigung und Fehlverladung. Die Direktfahrt umgeht all das und ist deutlich schneller – bei zeitkritischer oder empfindlicher Gefahrgutfracht ist sie in der Regel die wirtschaftlichere Wahl, auch wenn der reine Frachtpreis über dem Sammelguttarif liegt. Einen Überblick über die Kostenfaktoren gibt unsere Seite Transportkosten.
Typische Einsatzszenarien
Häufige ADR-Direktfahrten sind Aerosole und Farben (Klasse 2/3), Reinigungs- und Ätzmittel (Klasse 8), Pflanzenschutzmittel (Klasse 6.1) sowie Lithium-Ionen-Batterien (Klasse 9, UN 3480/3481). Auch Kleinmengen unterhalb der 1000-Punkte-Grenze fahren wir – hier sinken die Auflagen, die Sorgfaltspflichten bleiben.
Praxiswissen für reibungslose ADR-Fahrten
Die häufigsten Verzögerungen entstehen nicht unterwegs, sondern an der Rampe: Das Beförderungspapier weicht von der tatsächlichen Ladung ab, Gefahrzettel fehlen auf einzelnen Versandstücken, oder die Verpackung trägt keinen gültigen UN-Code. Prüfen Sie diese drei Punkte vor der Fahrzeugankunft – dann wird verladen statt diskutiert. Sinnvoll ist außerdem, die schriftlichen Weisungen in der Sprache des Fahrpersonals bereitzuhalten; der Frachtführer bringt sie mit, doch stoffspezifische Hinweise des Herstellers gehören zusätzlich in die Übergabe.
Ein typisches Beispiel aus der Praxis: 8 Paletten Lacke (Klasse 3, Verpackungsgruppe II) von Berlin nach Lyon. Kennzeichnungspflichtig, Tunnelcode D/E relevant für die Alpenquerung, daher Routenführung über Genf-Umfahrung – als Direktfahrt mit einem Fahrer in zwei Tagen zugestellt, ohne einen einzigen Umschlag und ohne Zollstopp.